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Bleigewichte und Bleigurte

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Die korrekte Bebleiung ist eine grundlegende Voraussetzung für die Tarierung bei jedem Gerätetauchgang. Diese Kategorie umfasst das komplette System: Bleigewichte in den Ausführungen mit Kunststoffbeschichtung sowie als Softblei in PVC-Hülle in mehreren Gewichtsklassen, Bleigurte mit Schnellschnalle als komplett montierte Variante und als reines Gurtband sowie eine Bleitasche für Flaschengurte zur integrierten Bebleiung am Tragesystem. Alle Bleiformate sind auf das Auffädeln auf einen Standard-Bleigurt oder das Beladen integrierter Bleitaschen am Jacket abgestimmt.

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Es sind zwei Bleiformate verfügbar. Bleigewichte für Bleigurte mit Kunststoffbeschichtung (SKU 80541,2/K,Y,P) sind feste Bleiblöcke in mehreren Gewichtsstufen mit einer angegossenen Kunststoffhülle in Schwarz, Gelb und Pink. Die Kunststoffbeschichtung schützt benachbarte Ausrüstung vor Bleimarkierungen, verbessert den Halt beim Hantieren mit nassen Händen und verhindert die Oxidation an der Bleioberfläche. Softblei (SKU 805301,2,0) besteht aus Bleischrot in einer flexiblen Stoff- oder PVC-Hülle – dieses weiche Format passt sich der Körperform am Bleigurt an, verteilt den Druck gleichmäßiger um die Taille und ist beim längeren Tragen in der Regel angenehmer als feste Bleiblöcke. Beide Typen werden auf ein Standard-Bleigurtband aufgefädelt. Der Bleigurt mit Kunststoffschnalle (SKU 804310) ist ein komplett montierter Gurt mit einer Schnellverschluss-Kunststoffschnalle – das Ziehen am Schnallengriff löst die gesamte Bleilast augenblicklich, wie es im Notaufstieg erforderlich ist. Das Bleigurtband (SKU 804300) ist die separat erhältliche Komponente aus Gummi oder Nylon, kompatibel mit allen gängigen Bleiformaten – für Taucher, die einen Ersatzgurt benötigen oder ihr eigenes Bleisystem zusammenstellen. Die Bleitasche für Flaschengurte (SKU 240316) ist eine Lösung zur Trimm-Bebleiung, die an den Flaschengurten auf dem Backplate des Jackets oder am Flaschenband befestigt wird – sie nimmt Standard-Bleiblöcke auf und dient dazu, den hinteren Bereich der Konfiguration zu beschweren und so eine kopflastige Balance auszugleichen, wie sie bei bestimmten Ausrüstungsaufbauten auftritt.

Grundsätze der Bebleiung

Das richtige Gesamtgewicht für einen Taucher hängt von vier Variablen ab: Körperzusammensetzung (ein schwererer oder muskulöserer Taucher benötigt mehr Blei), Stärke und Material des Neoprenanzugs (ein dickerer Neoprenanzug hat mehr Auftrieb und erfordert entsprechend mehr Ballast zum Ausgleich), Salzgehalt des Wassers (Salzwasser ist dichter als Süßwasser – ein für Salzwasser korrekt bebleier Taucher ist im Süßwasser unterbleit und umgekehrt) und Ausrüstungskonfiguration (Stahlflaschen sind negativ tariert und tragen einen Teil zur Bebleiung bei; Aluminiumflaschen werden mit zunehmender Entleerung positiv tariert und benötigen mehr Ballast). Ein Taucher mit 5-mm-Neoprenanzug im Salzwasser benötigt unter Umständen 6–10 kg; derselbe Taucher mit 3-mm-Anzug im Süßwasser kommt eventuell mit nur 2–4 kg aus. Die korrekte Bebleiung wird an der Oberfläche überprüft, indem mit entlüftetem Jacket und einer fast leeren Flasche eine neutrale Tarierung auf Augenhöhe erreicht wird – schwimmt der Taucher über der Wasserlinie auf oder sinkt er ab, ist eine Anpassung des Gewichts erforderlich.

Die Verteilung des Bleis beeinflusst den Trimm. Ein reines Gurtsystem konzentriert das gesamte Gewicht an der Taille, was klassisch ist, bei den meisten Tauchern aber zu einer leicht kopfaufrechten Lage führt. Verteilt man das Gewicht zwischen Bleigurt und hinteren Trimmtaschen (etwa der Bleitasche für Flaschengurte), erreicht man im Wasser eine waagerechtere Lage, was Strömungswiderstand und Atemgasverbrauch reduziert. Tec-Taucher verteilen das Gewicht häufig auf Bleigurt, integrierte Jacket-Bleitaschen und an der Flasche montierte Trimmtaschen, um eine präzise neutrale Horizontallage zu erreichen.

Schnellverschluss-Schnalle: Sicherheitsfunktion

Die Schnellverschluss-Schnalle eines Bleigurts ist ein sicherheitskritisches Bauteil und kein bloßes Komfortmerkmal. In einer Situation mit Notaufstieg entfernt das Abwerfen des Bleigurts die primäre Ballastlast und ermöglicht es dem Taucher, die Oberfläche zu erreichen, ohne gegen einen negativen Auftrieb anschwimmen zu müssen. Die Schnellverschluss-Kunststoffschnalle des Bleigurts arbeitet mit einem Zuglaschen-Mechanismus – ein einziger Zug löst den gesamten Gurt. Es ist entscheidend, dass dieser Mechanismus einwandfrei funktioniert und vom Taucher mit Handschuhen einhändig betätigt werden kann. Prüfen Sie die Schnallenfunktion zu Beginn jeder Tauchsaison und ersetzen Sie sie, falls der Auslösemechanismus schwergängig oder korrodiert ist oder unter Last nicht sauber öffnet.

Worauf Sie achten sollten

  • Festes Blei oder Softblei – nach Tragekomfort und Ausrüstungsschutz. Softblei ist bei längeren Tauchgängen und an Tagen mit mehreren Tauchgängen in der Regel angenehmer, da es sich dem Körper anpasst und nicht als starrer Block drückt. Die Kunststoffbeschichtung fester Bleigewichte bietet einen gewissen Schutz für angrenzende Ausrüstung, doch Softblei berührt und verkratzt während eines Tauchtags Jacket-Schnallen, Schlauchanschlüsse und Computergehäuse weniger leicht.
  • Bleigurt oder integrierte Jacket-Taschen. Der Bleigurt ist das klassische System und unabhängig vom Jacket – er lässt sich rasch ablegen und anlegen und funktioniert mit jedem Jacket, einschließlich Leihgeräten. Integrierte Jacket-Bleitaschen sind fest am Jacket angebracht und werden über dessen eigenen Schnellverschluss gelöst. Viele Taucher kombinieren beides – einen Teil des Gewichts am Bleigurt und einen Teil in integrierten Taschen –, um das Gewicht zu verteilen und die Schnellauslöse-Notfallfunktion in beiden Systemen zu erhalten.
  • Bleitasche am Flaschengurt zur Trimm-Korrektur. Wenn ein Taucher dauerhaft kopfaufrecht im Wasser liegt oder die Ausrüstungskonfiguration (schwere Regler-Sets, Aluminiumflasche, die zum Tauchgangsende positiv wird) eine kopflastige Lage verursacht, bietet die Bleitasche für Flaschengurte einen hinteren Ballastpunkt, der den Trimm korrigiert, ohne den Bleigurt weiter zu belasten. Das ist angenehmer als zu viel Blei am Gurt aufzulegen, um eine Trimm-Imbalance auszugleichen.
  • Ersatzgurtband oder kompletter Bleigurt. Das Bleigurtband ist die richtige Wahl, wenn nur das Gurtband versagt hat (gedehnter Gummi, ausgenudelte Auffädelschlitze, beschädigtes Ende), die Schnalle aber noch einwandfrei ist. Der komplette Bleigurt mit Schnalle ist die praktische Lösung für eine Neuausrüstung oder wenn Gurtband und Schnalle gleichzeitig erneuert werden müssen.

Wartung und Pflege

Spülen Sie Bleigurte und Bleigewichte nach jedem Salzwassertauchgang mit Süßwasser. Salz an Gummigurtbändern lässt das Material mit der Zeit verhärten und reißen; Salz an Schnallenmechanismen verursacht Korrosion und kann den Schnellverschluss blockieren. Nehmen Sie die Bleigewichte beim Spülen vom Gurt ab – Salz lagert sich unter den Bleien auf dem Gurtband ab, wo das Wasser nicht ohne Weiteres hingelangt, solange die Gewichte aufgefädelt bleiben. Lagern Sie Gummigurte locker aufgerollt oder flach; nicht straff aufrollen, da dies den Gummi dauerhaft verformt und die Flexibilität des Gurts mindert. Prüfen Sie die Schnellverschluss-Schnalle zu Beginn jeder Tauchsaison – der Zuglaschen-Mechanismus sollte sich im unbelasteten Test sauber lösen lassen. Bleigewichte mit Kunststoffbeschichtung sollten auf Risse oder Abplatzungen der Beschichtung kontrolliert werden; freiliegendes Blei oxidiert zu einem weißen Pulver (Bleicarbonat), das auf Hände und Ausrüstung übertragen werden kann.

FAQ

Wie ermittle ich, wie viel Blei ich benötige?

Der klassische Tarier-Check wird an der Oberfläche mit vollständig angelegter Ausrüstung, vollständig entlüftetem Jacket und normal angehaltener Atmung durchgeführt. Ein korrekt bebleiter Taucher schwimmt auf Augenhöhe – die Wasserlinie liegt bei normaler Atmung an Augen oder Stirn; beim vollständigen Ausatmen sinkt der Taucher langsam ab. Schwimmt der Taucher mit Brust oder Schultern über der Wasserlinie auf, muss Blei hinzugefügt werden. Sinkt er bei voll eingeatmeter Brust ab, ist Blei zu reduzieren. Der Check erfolgt mit einer fast leeren Flasche (etwa 50 bar Restdruck), denn eine volle Flasche ist schwerer und eine fast leere Aluminiumflasche deutlich auftriebsstärker – wer den Auftriebszuwachs der Flasche zum Tauchgangsende nicht berücksichtigt, ist häufig am Ende des Tauchgangs unterbleit.

Was ist der Unterschied zwischen Softblei und kunststoffbeschichteten festen Bleigewichten?

Kunststoffbeschichtete feste Bleigewichte sind starre Bleiblöcke, in eine feste Form gegossen, mit einer Schlaufe oder einem Schlitz zum Auffädeln auf den Gurt. Sie sind robust, behalten dauerhaft ihre Form, und die Kunststoffbeschichtung bietet einen moderaten Schutz für die Ausrüstung. Softblei besteht aus einer flexiblen Hülle – aus Stoff oder PVC – gefüllt mit Bleischrot oder -granulat. Das flexible Format passt sich der Taille des Tauchers an und verteilt den Druck auf eine größere Auflagefläche, was die meisten Taucher bei längeren Tauchgängen als angenehmer empfinden. Softblei dämpft zudem leichte Stöße ab, ohne harten Kontakt an benachbarte Ausrüstung weiterzugeben. Beide Formate werden auf ein Standard-Bleigurtband aufgefädelt und über denselben Gurtschnallenmechanismus gelöst; die Wahl ist vor allem eine Frage des Komforts und der persönlichen Vorliebe.